KONZEPT


KONZEPT


WERKRAUM KARLSRUHE e.V.

Werkraum Karlsruhe e.V. (Gründung Januar 2006) ist eine freie Organisation für Theater, Film und Soziales.

Der Verein ist Träger der freien Jugendhilfe und der außerschulischen Jugendbildung.


PRÄAMBEL

Werkraum Karlsruhe ist ein Zusammenschluss von Künstlerinnen und Künstlern zur Unternehmung einer veränderten Form der Organisation und Kommunikation von Theater und Film.

Ziel ist, Theater und Medienkunst zu gestalten, welche in divergierenden Gesellschaftsräumen vermittelnd wirkt und Menschen jeden Alters die Möglichkeit gibt, eigene Lebensvorstellungen zum Ausdruck zu bringen.


ENTSTEHUNG

Werkraum Karlsruhe betritt von Beginn an auf vielen Ebenen Neuland. Der Wunsch, neue und nachhaltige Kunstangebote im sozialen und gesellschaftlichen Raum durch Kooperationen nah an den Bedürfnissen der Bürger und Institutionen zu entwickeln, war zielführend für alles, was seit der Gründung 2006 entstanden ist.

Der Verein bewegt sich interdisziplinär in den Bereichen Theater, Film und Soziales und verbindet Themen wie Genres zu individuellen Projekten. Es entstehen Theaterstücke, Filme, Dokumentarfilme, theater- und medienpädagogische Projekte. Es finden Angebote im Bereich der Kulturvermittlung und der kulturellen Bildung statt. Künstlerische Thematisierungen gesellschaftsrelevanter Themen durch professionelle Theater- und Filmarbeiten sind ein weiteres starkes Standbein.

Der Verein versteht sich als Initiator, Bindeglied und Vermittler von Kunst und Kultur. Die soziale Anbindung der Projekte und deren gesellschaftliche Relevanz sind bei der Auswahl der Themen ausschlaggebend.

Bei Werkraum Karlsruhe sind neben professionellen Theater-, Film-, Musikschaffenden weitere Künstler, Laien, Menschen mit und ohne Handicap und Menschen mit und ohne Migrationshintergrund aktiv. Der Verein fühlt sich dem Gedanken der Inklusion verpflichtet.


PRODUKTIONSWEISE

Wir setzen auf Eigenproduktionen. Fast alle Stücke und Filmplots werden selbst entwickelt.

Dabei bieten wir den Beteiligten die Möglichkeit, die eigenen Lebens- und Erfahrungswelten in die Entwicklung der Szenen einfließen zu lassen. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in unseren Projekten in den Bereichen: Dramaturgie, Regie, Dialogschreiben, Schauspiel, Video, Film, Schnittarbeit und Veranstaltungstechnik ausprobieren und werden dabei von professionellen Theaterschaffenden und Filmemachern unterstützt.


SPIELSTÄTTE

Wir haben uns von Anfang an für eine „Geh-Struktur“ entschieden.

"Hin zu gehen" ist herausfordernd, aufwändig, spannend, immer wieder neu und ungewohnt.

Werkraum Karlsruhe unterhält als einzige „feste“ Spielstätte einen zum Theaterraum umgebauten ehemaligen französischen Linienbus.

Die Spielorte, die wir für unsere Projekte suchen, stehen häufig in thematischem Zusammenhang zum jeweiligen Stück, zum Werk: die Ausländerbehörde, eine Unterführung oder sonstiger öffentlicher Raum, das Museum, ein Nachtclub, das Treppenhaus oder der Dachboden einer Schule, der Schulhof, ein Hotel. Oder wir gehen dorthin, wo es kein Theater gibt: in Turnhallen, Festhallen, Konferenzräume, Klassenzimmer, Jugendzentren und -häuser, Gemeindezentren und installieren dort temporär einen professionell ausgestatteten Theaterraum.

Um unseren jungen Schauspielerinnen und Schauspielern auch ganz klassisches Schauspiel-Feeling zu ermöglichen, kooperieren wir bei größeren Projekten mit renommierten Karlsruher Institutionen, beispielsweise dem Stadtjugendausschuss, dem Tollhaus Karlsruhe, dem Substage oder ZKM.


ZEITRÄUME

Projekte mit Werkraum Karlsruhe können wenige Stunden, mehrere Tage oder Monate dauern. Es gibt schuljahrbegleitende Kurse und eine offene Spiel- und Filmclubstruktur mit immer fortlaufenden Kursen für unterschiedliche Altersgruppen. Wir entwickeln gemeinsam mit unseren Auftraggebern für jede Anfrage ein individuelles Konzept und finden die passenden KünstlerInnen. Je nach Projekt bemühen wir uns bei mangelndem Budget auch um Finanzierungen über Förderanträge.


VEREINSZWECK

Zweck des Vereins ist die Förderung der Jugendhilfe, die Förderung von Kunst und Kultur, internationaler Gesinnung und der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens, die Förderung der Hilfe für Behinderte und der Kriminalprävention.

Bei der Förderung von Kunst und Kultur wird auf die individuelle und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im Sinne des SGB VIII besonderer Schwerpunkt gelegt. Mit den Mitteln der Darstellenden Kunst, der Medienkunst sowie der Bildenden Kunst sollen Kreativität und Ausdrucksfähigkeit in der Gesellschaft gefördert werden. Hierbei versteht sich der Verein als Bindeglied, Initiator und Träger interdisziplinärer, künstlerischer und pädagogischer Arbeit, welche insbesondere junge Menschen zu sozialem und kulturellem Engagement anregen und hinführen soll. Werkraum Karlsruhe setzt sich für die nachhaltige Bildung von konstruktiven Zukunfts- und Lebensperspektiven ein. Das schließt auch die Durchführung von Maßnahmen zur Wiedereingliederung arbeitsloser Personen (mit Migrationshintergrund) in den Arbeitsmarkt und berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen mit ein. Des Weiteren setzt sich Werkraum Karlsruhe für die Prinzipien der Inklusion ein.

Werkraum Karlsruhe bemüht sich stets, nach ökologischen, nachhaltigen und fairen Kriterien zu arbeiten.