TEHERAN - KARLSRUHE

KARLSRUHE - TEHERAN

Jugendfilmprojekt

In Kooperation mit der Drais-Gemeinschaftsschule Karlsruhe

Schüler*innen aus Teheran und Karlsruhe drehen unabhängig voneinander Dokumentarfilme über ihre Lebenswirklichkeit, ihre Schule, ihre Stadt und ihr Land. Dabei überlegen sie sich, was Gleichaltrige aus dem anderen Land interessieren könnte und wählen dafür entsprechende Inhalte und Orte aus. Für die Filmaufnahmen nutzen sie eigene Aufnahmegeräte oder bekommen Videokameras ausgehändigt. Der Prozess und die Entstehung der Dokumentarfilme wird in beiden Ländern von professionellen Filmteams begleitet, filmisch dokumentiert und in der Postproduktion mit den Filmbeiträgen der Schüler*innen zu 30 - 45-minütigen Dokumentarfilmen zusammengeführt. In Karlsruhe und Teheran finden Ende Februar 2019 zeitgleich die Premieren der beiden Filme statt, die nacheinander gespielt werden.

Diese Präsentationen markieren den Startpunkt der dritten filmischen Unternehmung. Jetzt sind die Jugendlichen beider Städte aufgerufen, über soziale Medien in Austausch zu treten und gemeinsam einen dritten Film zu entwerfen.

Die drei in sich abgeschlossenen Filme sind entwicklungspolitische Projekte, die aufeinander aufbauen. In Film 1 und 2 berichten die Schüler*innen ohne Interaktion und dokumentarisch über ihre jeweiligen orstspezifischen Lebenswirklichkeiten.

Film 3 geht einen Schritt weiter und vollzieht durch die gemeinsame Erarbeitung einer Spielfilmproduktion einen intensiven künstlerischen und interkulturellen Austausch. Für Produktionsvorbereitung, Drehbuch, die Drehs in Teheran und Karlsruhe und später auch die Postproduktion kommunizieren iranische und deutsche Schüler*innen gemeinsam mit den professionellen iranischen und deutschen Filmteams über einen eigens dafür eingerichteten Chatroom und durchlaufen so alle Phasen der Produktion bis zur Fertigstellung des Films gemeinsam. Die Herausforderung, einen gemeinsamen Film zu drehen, obwohl die Beteiligten in weit entfernten Ländern leben und die verschiedenen Teams sich außer über soziale Medien nicht persönlich treffen können, ist immens.

Das zentrale Thema soll der kulturelle Austausch und das Lernen voneinander sein. Dabei reflektieren die Schüler*innen ihren eigenen Lernprozess und das gegenseitigen Kennenlernen, sie bauen Vorurteile ab und gewinnen Erkenntnisse über andere Lebensweisen und Lebensumstände.

Der Spielfilm möchte Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Länder darstellen, Verbindendes dabei aber betonen, Sprachbarrieren abbauen und vorhandene Vorurteile entkräften. Er will versuchen einen möglichst unverstellten Blick auf beide Länder zu werfen und nicht zuletzt Offenheit und Toleranz bei allen Beteiligten und dem Publikum zu fördern.


Projektleitung: Jürgen Sihler, Mehrdad Rashidi

Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)

TEHERAN - KARLSRUHE

KARLSRUHE - TEHERAN