TOTALAUSFALL

Theaterstück zum Thema psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz

In Kooperation mit der Stiftung Kulturverrückt


Zwei Darsteller, zehn Rollen, zwanzig Jahre Arbeitsleben in sechzig Minuten. Emotional, intensiv und bitter-komisch. "Totalausfall" zeichnet das Porträt einer Frau, deren Versuch, allen Anforderungen gerecht zu werden, in einen Abgrund führt. Erst langsam begreift sie die Mechanismen, die dabei wirken, und denen heute kaum jemand entkommen kann.


Im Anschluss an den „Totalausfall“ besteht je nach Planung die Möglichkeit für die Zuschauer mit Fachleuten, Regisseur, eventuell auch Psychiatrieerfahrenen und auf Wunsch mit Gesundheitsexperten zu diskutieren.

Das Stück:

Gerade noch laufen die Geschäfte der Konsack GmbH auf Hochtouren. Tag und Nacht werden hier Ventile und Klappen hergestellt, der Stahl kommt aus China, geliefert wird nach Südamerika; der süddeutsche Mittelständler dominiert den Weltmark. Doch plötzlich legt ein Wirbelsturm die ganze Region um Schwäbisch Gmünd lahm. Stromausfall, nichts geht mehr. Konsack schickt seine Mitarbeiter nach Hause.

Nur die IT-Chefin Monika Brauer bleibt eisern auf ihrem Posten,
versucht weiter, Aufgaben zu lösen, die nicht mehr zu lösen sind und plant vor Verzweiflung ihren Selbstmord genauso präzise wie das nächste Mitarbeiter-Meeting.

Erst ein nächtlicher Besucher weckt die Abteilungsleiterin aus ihrer
hilflosen Erstarrung: Chris Kiesling ist ein junger Elektriker und
genauso, wie Monika Brauer vor zwanzig Jahren war – idealistisch,
ehrgeizig, ambitioniert. Gemeinsam suchen sie eine Antwort auf die
Frage, was passiert ist, dass aus Ehrgeiz zerstörende Überforderung werden konnte und aus Idealismus reine Panik.


Regie: Jürgen Sihler

Text: Holger Metzner

Musik: Erich Hermann

Technik: Sebastian Schäfer

Schauspiel: Eva Brunner & Lukas von der Lühe / Ute Merz & Sebastian Borucki