EIN WOHNHAUS - STAFFEL 2

Theaterprojekt von und mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Zum Stück:

Stell Dir ein Wohnhaus vor, in dem Du mit Familien, feierwütigen Studentinnen und Studenten, hippen jungen Ehepaaren, eifersüchtigen Karrierefrauen, pflegebedürftigen Omis, verlassenen Familienvätern, Ausreißer*innen, Punks und vielen, vielen mehr zusammen unter einem Dach lebst. Man trifft sich, verabredet sich, lernt sich kennen oder geht einander aus dem Weg und auf die Nerven.

Wie lebt es sich in so einem Haus mit den unterschiedlichsten Lebensentwürfen, Schicksalen und Kulturen? Und was passiert, wenn die Bewohner*innen des Wohnhauses auch noch auf den Pflegedienst, den Versicherungsvertreter oder den selbsternannten Musikproduzenten treffen, während im zweiten Stock zwei hübsche Frauen einziehen und vom Hausmeister seit Wochen jede Spur fehlt?

Diese Fragen haben sich Jugendliche im Alter von 14-23 Jahren gestellt und beantworten sie auf besondere Art mit den Mitteln des Theaters und im Format der Serie.

Die Sitcom-artigen Begegnungen in diesem Stück spiegeln die Turbulenzen des gelebten Alltags in seinen unfreiwillig komischen, bitteren und erfreulichen Facetten und laden zum mitlachen, mitweinen, mitärgern und mitfreuen ein.

Oftmals fällt es uns nicht leicht, die Lebensweise anderer zu verstehen und diese als Bereicherung zu begreifen. Gelingt jedoch eine Begegnung, können Barrieren abgebaut werden.


Inhalte des Projekts:

Akteurinnen und Akteure aus zwei Werkraum-Theaterclubs haben diese kurzweilige Reflexion über kulturelle Vielfalt in kreativer Eigenarbeit selbstständig recherchiert und gestaltet. Mit Unterstützung von Theaterschaffenden von Werkraum Karlsruhe konnten sie sich in Regie, Text- und Rollenarbeit ausprobieren. Das Ensemble machte sich auf den Weg, Situationen aus dem Alltag theatralisch zu dokumentieren und so naturalistisch wie möglich umzusetzen. Die Theatergruppe behandelt Unterschiedlichkeiten, öffnet damit den Blick auf die kulturelle Vielfalt und dokumentiert soziale Gefüge und verschiedenste Lebensentwürfe.

Die Gruppe warb unter Gleichaltrigen für die Mitwirkung in künstlerischen Bereichen wie Musik, Film, Fotografie und Tanz und wollte möglichst viele unterschiedliche junge Kunstinteressierte in das Projekt miteinbinden.

Ein hoher Wert lag in der Eigenkreativität. Unterstützung erhielten sie von den professionellen Theaterschaffenden von Werkraum Karlsruhe e.V.


Premiere: 10.05.2016

Ort: Kulturzentrum Tollhaus, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe

Regie/Coach: Susanne Henneberger, Jürgen Sihler

Projektpatin: Rebecca Zechiel

Musik/Coaches: Erich Hermann, Stephan Marc Schneider

Film/Coach: Murad Atshan

Bühnenbild, Installation/Coach: Carmen Donet Garcia

Technik: Sebastian Wirth

Transkription: Melina Tzimou, Rebecca Zechiel

PraktikantInnen: Jessi Voth, Tom Schreiber

Videos/Soundtrack: Melina Tzimou, Rebecca Zechiel

Schauspiel: Turgay Anil, Robert Balan, Felipa Bautista, Lisa Bludau, Anna Broncel, Tiberiu Leonard Catana, Dorothea Cicatello Sonja Giesecke, Nicole Hallschmid-Keymer, Lea Hüttel, Antonia Leicht, Kai Müller, Alina Mungenast, Kamil Paluch, Steven Rensch, Ben Rentz, Jada Azur Roman, Karina Rudloff, Lima Schweitzer, Pedram Shaghai, Shadi Shamsahmar, Edna Sihler, Melina Tzimou, Rebecca Zechiel, Lea Roos, Lisa Zingraff, Tobias Zwez


Gefördert von: Baden-Württemberg-Stiftung
“Ein Wohnhaus (AT)” ist ein Projekt im Rahmen des Programms “Jugend-Kultur-Werkstatt: Wir machen Kultur, wie sie uns gefällt!” der Baden-Württemberg Stiftung